Thijs Nijhuis Copenhagen Half Marathon

11 FRAGEN AN THIJS

1. Du bist ein erfolgreicher Athlet, der vor allem für seine hervorragenden Leistungen in der Leichtathletik bekannt ist – könntest du dich uns nochmal kurz vorstellen?

Ich bin 26 Jahre alt und lebe in Aarhus, Dänemark, wo ich Medizin studiere. Laufen ist meine Leidenschaft und ich laufe bereits seit 13 Jahren. Bisher habe ich 12 Goldmedaillen in verschiedenen Disziplinen gewonnen, von Cross-Country-Läufen, Straßenläufen, in der Leichtathletik, auf der 1500m Distanz, bis hin zu einer Goldmedaille auf der Marathondistanz (am Sonntag, dem 30. Oktober).

2. Wie und wann begann deine Leidenschaft fürs Laufen?

Wie die meisten dänischen Jungs, spielte ich in meiner Kindheit und Jugend Fußball. Aber ich fand schnell heraus, dass es nicht mein Talent war, hinter dem Ball her zu rennen, sondern auf der Aufwärmstrecke zu laufen. Daher entschied ich mich, mich auf das Laufen zu konzentrieren. Ich lebte auch auf einem Bauernhof, wo meine Mutter mich immer zum Nachbarn schickte, und normalerweise trug ich dabei Gummistiefel. Hier fand ich heraus, dass ich ziemlich schnell hin und her rennen konnte, so dass meine Mutter mich manchmal einfach nochmal rüberschickte! Als ich 13 Jahre alt war, begann ich beim Skive Athletikclub, wo ich sechs Jahre lang blieb, bis ich schließlich zum Viborg Athletikclub wechselte, welcher auch mein jetziger Club ist.

3. Wie bekommst du den Leistungssport und dein Studium unter einen Hut?

Mein Medizinstudium ist sehr flexibel: ich kann an den wichtigsten Vorlesungen teilnehmen und zu Hause lernen. Laufen ist auch ein Sport, den man leicht mit dem Studium verbinden kann, da ich meine Laufschuhe und Sportklamotten einfach in die Universität mitnehmen kann. Aber natürlich erfordert es viel Disziplin und Planung, und ich bin glücklich, Mitglied des Elitesportlerclubs der Aarhus Universität zu sein. Dies hilft mir, Prüfungen oder Kurse flexibel zu verschieben. In meinem Masterstudium wechsle ich zwischen Klinikaufenthalten und dem Lernen zu Hause. Wenn ich an der Klinik bin, beginne ich um 8 Uhr morgens, was bedeutet, dass ich um 5.30 Uhr aufwache, um eine Runde laufen zu gehen. Ich trainiere dann wieder, wenn ich um 16 Uhr aus der Klinik komme. An diesen Tagen ist es wirklich schön, Trainingspartner zu haben, die auf mich warten, oder meinen Trainer, der oft neben mir Fahrrad fährt, wenn ich laufe.

Ich bin sehr motiviert, sowohl für mein Studium als auch für meine Ausbildung – und ich mache auch keine Kompromisse.

4. Wie sieht ein typischer Tag für dich aus?

Es kommt darauf an, ob ich an der Klinik bin oder zu Hause studiere. Während der Arbeitsphasen an der Klinik wache ich um 5.30 Uhr auf und laufe ca. 30-40 Minuten. Dann arbeite ich 7-8 Stunden an der Klinik und trainiere danach nochmal. Schließlich mache ich Abendessen und lerne typischerweise etwa eine Stunde und entspanne danach. In den Perioden, in denen ich von zu Hause lerne, wache ich gegen 7.30 Uhr auf und gehe laufen. Hier trainiere und lerne ich mehr, wie ich will und wann es eben passt. Insgesamt bin ich flexibler an den Tagen, an denen ich von zu Hause lerne.

5. Hast du oder hattest du jemals Probleme mit dem Laufen?

Ich war viele Jahre frei von Verletzungen und konnte kontinuierlich laufen. Aber 2016/2017 hatte ich Leistenprobleme, die mein Nervensystem störten und niemand hat die Ursache des Problems gefunden. In den letzten Jahren bin ich also nicht so weit gekommen, wie ich wollte. Zum Glück scheint es, als sei ich jetzt frei von diesen Problemen, sodass ich während der Wintersaison kontinuierlich trainieren kann. Ich war insgesamt gut darin, Verletzungen zu vermeiden, weil ich mich bewusst dafür entschieden habe, die meisten meiner Läufe auf weichen Oberflächen durchzuführen und manchmal sogar auf einem Fußballfeld zu laufen, um Stöße und das Risiko von Verletzungen zu reduzieren.

Man muss einsehen, dass man nicht das ganze Jahr über an der Spitze sein kann und dass man manchmal schlechte Ergebnisse haben wird. Ich lerne an Tagen mit Misserfolgen viel und laufe, weil ich auch diese Erfahrungen schätze.

6. Was machst du an den Tagen, an denen du intensiv trainierst?

Ich habe jede Woche eine geplante Massage, die meinen Körper lockert. Besonders an den Tagen, an denen ich hart trainiere oder Intervalle laufe, esse ich gleich nach dem Training eine Banane oder einen Müsliriegel. Außerdem trinke ich viel Wasser nach und während meiner intensiven Trainingseinheiten, und wenn ich nach Hause komme, trinke ich gerne Schokoladenmilch (mein Laster ?). Im Allgemeinen esse ich jeden Tag gesundes und nahrhaftes Essen. Ich nehme Eisenpräparate, wenn ich in Höhentrainingslagern bin, aber sonst esse ich keine anderen Ergänzungsmittel, weil ich glaube, dass das, was ich esse ausreicht. Ich bin definitiv nicht fanatisch, wenn es um Essen geht, also esse ich manchmal Süßigkeiten oder Chips und trinke Coca-Cola. Für mich ist an den Tagen, an denen ich viel trainiere – und an jedem anderen Tag – auch genügend Schlaf wichtig. Oft gehe ich gegen 22 Uhr abends ins Bett. In den Wintermonaten habe ich ca. 1 kg mehr auf den Rippen, um stärker zu sein und Krankheiten oder Infektionen zu vermeiden.

7. Wie wichtig ist Ausdauer für dich? Hast du eine Ausdauer-Mentalität?

Für die 160 km, die ich pro Woche laufe, ist definitiv viel Willenskraft und Ausdauer nötig. Nicht nur tagtäglich, sondern auch auf lange Sicht. Es ist das harte und lange Training, das mir mehr Ausdauer gibt und mich langfristig verbessert. Daher laufe ich sehr kontinuierlich, und ich bin gut darin, mein Training zu planen. So erreiche ich auch, was ich mir vorgenommen habe.

Im Laufen als Ausdauersport ist man gewöhnlicherweise während seiner späten Zwanziger oder Anfang der Dreißiger am Leistungshöhepunkt. Daher habe ich eine langfristige Denkweise und auch eine Ausdauer-Mentalität. Es sind meine Ziele, die mich am Laufen halten. Und ich habe viele Teilziele entlang des Weges, die ich auch erreichen möchte.

8. Was sind deine Hobbies außer dem Laufen?

Ich denke, dass Medizin mein Hobby ist. Ich bin hier ein wenig streberhaft und lese viel darüber und lerne oft “zum Spaß“. Aber meine Freizeit ist ziemlich begrenzt – wenn ich mal Zeit habe, mag ich es, sozial zu sein. Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie, Freunden und meiner Freundin.

9. Was sind deine nächsten Ziele und worauf bereitest du dich gerade vor?

Mein nächstes Ziel ist es, mich im Dezember 2018 für die Cross-Country Europameisterschaften zu qualifizieren und der erste Däne zu sein, der 10 Jahre in Folge an diesem Rennen teilgenommen hat! Als nächstes möchte ich mich 2019 für die IAAF Cross-Country Weltmeisterschaften in meiner Heimatstadt (Aarhus) qualifizieren. Es ist also viel Cross-Country, das in den nächsten 4-5 Monaten auf meinem Programm steht.

10.Welches Produkt von DANISH ENDURANCE gefällt dir am besten?

Im Moment sind meine Favoriten die Kompressionsstrümpfe. Sie passen wirklich perfekt und geben mir die richtige Kompression an meiner Wade und am Bein. Die zusätzliche Polsterung unter dem Fuß und an der Achillessehne ist wirklich sehr angenehm. Ich liebe auch die Quarter Sportsocken, die während meines Halbmarathons in Kopenhagen im September (2018) eine große Unterstützung waren. Meine Füße blieben blasenfrei und ich hatte auch keine anderen Probleme.

11. Was ist dein bester Rat für Leute, die in den Wintermonaten trainieren?

Ich habe zwei gute Ratschläge. Der erste ist, dass man auf weichen Oberflächen laufen sollte. Dadurch kann man seine Gelenke trainieren und das Verletzungsrisiko reduzieren. Der zweite Ratschlag ist, dass man beim Laufen 8 von 10 Mal in der Lage sein sollte, mit einer Person neben sich zu sprechen. Man sollte also so langsam laufen, dass man sich unterhalten kann. Dadurch kann man seine Ausdauer aufbauen, anstatt die ganze Zeit zu schnell zu laufen. Indem man seine Geschwindigkeit reduziert, vermeidet man auch viele Verletzungen.

 

 

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